Die Kaninchenhaltung in Blessenbach war schon während des Krieges und auch in der Nachkriegszeit keine Seltenheit. Nahezu in jedem 2. Haus fand man Kaninchenställe. Allerdings ging es den Bürgern weniger um die Zucht von Kaninchen, sondern um den Sonntagsbraten. War doch ein Kaninchenbraten immer ein Festessen. Die Haltung war relativ einfach. Futter wuchs am Wegesrand und im Winter gab es gekochte Kartoffelschalen mit Kleie.
Erst in den 60er Jahren – das Wirtschaftswunder war auch in Blessenbach angekommen – wurde aus der Kaninchenhaltung eine Kaninchenzucht. Der Kaninchenbraten hatte nicht mehr die Priorität wie in der schlechten Zeit.
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