1971 - wird der KZV-Blessenbach vom Kreisverband Oberlahn beauftragt die Kreisschau auszurichten. Ein geeigneter Saal wurde dem Verein in Weinbach zur Verfügung gestellt, - die Käfige von den Nachbarvereinen Wolfenhausen und Kirchhofen ausgeliehen. Von den 260 gemeldeten Kaninchen stellte alleine Blessenbach 60 Tiere.
1972 - konnten die ersten eigenen Ausstellungskäfige angeschafft werden. Die Zuchtfreunde Eckhard Klotz, Heinz Grob u. A. fertigten die dafür erforderlichen Böden und Untergestelle. Durch diese Eigenhilfe war der KZV in der Lage, anstatt 80, nunmehr Käfige mit 96 Buchten zum Preis von 1.986 DM anzuschaffen.
1972 - Der Verein feierte sein 10-jähriges Bestehen mit einer Jubiläumsschau in der Turnhalle in Weinbach mit 260 Kaninchen.
1973/74 - stagniert das Interesse der Züchter, was den Gedanken aufkommen ließ, den Verein vorübergehend ruhen zu lassen. Vorsitzender Kunkler war es, der mit Erfolg in der Hauptversammlung 1974 zu neuen Taten aufrief. In den folgenden Jahren forcierten die Züchter ihre Arbeit. Es wurden bessere Auslesen getroffen, - nur beste Zuchttiere für die Zucht eingesetzt usw.. Gute und sehr gute Bewertungen bei kommenden Ausstellungen waren der Lohn für die intensivierten Bemühungen. Bei Kreisschauen wurde der Wanderpokal für den besten ausstellenden Verein gleich drei Male hintereinander geholt.
1980 - konnte der Verein erstmals seine Lokalschau in Blessenbach durchführen. In den Klassenräumen der ehemaligen Dorfschule, die zum Dorfgemeinschaftshaus umgebaut wurde, konnten den Besuchern 158 Tiere gezeigt werden. Die Aussteller zahlten 1,50 DM Standgeld. Der Eintritt ebenfalls 1,50 DM.
Am 11 Jan. 1986 - gab Werner Kunkler in der Jahreshauptversammlung aus persönlichen Gründen den Vorsitz des KZV. ab. Zum neuen Vorsitzenden wurde der bis dahin als Kassierer tätige Heinrich Wanka gewählt. Wanka, leitend neben dem Kaninchenzuchtverein auch im Sportverein Blessenbach tätig, erkennt die Zeichen der Zeit. Für die nächsten 10 Jahre richteten KZV und Sportverein die Zeltkirmes aus. Einnahmen von je etwa 6.000 DM beglückten nicht nur den jetzt als Kassierer tätigen “Hasenvater“ Werner Kunkler. Ein ansehnlicher Kassenstand und ein beruhigendes finanzielles Polster waren das Ergebnis.
Am 28./29 März 1987 - feierte der KZV-Blessenbach im Dorfgemeinschaftshaus Blessenbach unter dem Schirmherrn Peter Menningen seinen 25. Geburtstag. Zahlreiche Gäste des öffentlichen Lebens sowie Vertreter von Kreis- u. Landesverband gratulierten beim Kommers am ersten Tag der Jubiläumsfeier. Gründer und langjährige Mitglieder werden geehrt. Beim gut besuchten musikalischen Frühschoppen am nächsten Morgen überbrachten die Gastvereine ihre Glückwünsche.
1987 - Die Kaninchenausstellung wurde versuchsweise in der Halle des Hofes Noll, Klein Weinbach durchgeführt. 300 Besucher erfreuten sich an den über 200 ausgestellten Tieren. Sie bewunderten vor allem die Marburger Feh von Züchter Andreas Stotz. Er holt wieder nahezu alle großen Preise: Vereinsmeister mit 383,5 Punkten, bestesTier der Schau mit 96,5 Punkten und schließlich mit 574,5 Punkten den Wanderpokal für die 6 besten Tiere. Die Schau war auch finanziell ein Erfolg. Erzielte man doch einen Gewinn von 3.601,- DM
1987/1988 - Jahreshauptversammlung. Vorsitzender Wanka berichtete voller Stolz von 38 neuen Mitgliedern. Zurückzuführen auf die Werbeaktion anlässlich der Lokalschau in Klein Weinbach. Weniger erfreulich die Tatsache, dass sich kein Kaninchenhalter unter den Neumitgliedern befindet. Der neue Mitgliederstand liegt bei 98 + 5 Jugendlichen. Es züchteten 17 Altzüchter und 5 Jungzüchter 16 verschiedene Rassen.
1995 15 Züchter stellten bei der Eisenbacher Jungtierschau mit gutem Ergebnis 94 Tiere aus. Weiter stellten 20 unserer Züchter 134 Tiere in 16 Rassen bei der Kreisschau in Weilburg aus. 14 x Kreismeister, 4 x OVE, 1 x KVE, 1 x LWAE + 7 Ehrenpreise waren das stolze Ergebnis
Juni 1997 Der Kreisverband Oberlahn, gegründet 1960, mit seinen 5 Vereinen und 322 Mitgliedern, fusionierte mit dem 1913 gegründeten Kreisverband Limburg. “Eine hohe Altersstruktur in den Oberlahnvereinen, wobei ein Nachrücken jüngerer, aktiver Züchter nicht zu erwarten ist, sind der Beweggrund für diesen Schritt,” so Kreisvorsitzender Jürgen Klemm. Der neue Kreisverband wurde geführt unter dem Namen “Kreisverband der Rassekaninchenzüchter Limburg-Oberlahn”, getragen vom 991 Mitgliedern, 136 Jugendlichen und 3 Frauengruppen in 24 Vereinen.
1997 wurde im Vorstand die Frage diskutiert: Was können wir für die örtliche Gemeinschaft tun? Nach kurzer Beratung wurde man sich einig. Für die Mitglieder wurde am 24.02.96, als Ersatz für den ausgefallenen Ausflug, ein Schlachtessen durchgeführt. Dazu waren auch viele Blessenbacher Einwohner unserer Einladung gefolgt. Ca. 150 Gäste konnten im Dorfgemeinschaftshaus Blessenbach begrüßt werden. Es fand unerwarteten Zuspruch. Infolge dieser Tatsache war klar. Eine feste Einrichtung ist geboren.
Seither veranstalten wir im Frühjahr ein Schlachtfest, - ein Schlachtessen, wie es in vielen Haushalten nach der Hausschlachtung früher in den Wintermonaten Gang und Gäbe war. Ältere und körperlich eingeschränkte Anwohner werden beliefert. Unser Metzger Heini Schröder, erklärte sich bereit zu Schlachten und Wurst zu machen.
2000 Bei der 8. Eisenbacher Jungtierschau stellten 8 Züchter 56 Tiere aus. Alleine die Jungzüchter waren mit 28 Tieren vertreten. Andreas Schäfer errang mit Marburger Feh den Titel Eisenbacher Meister.
2002 Jugendleiter Armin Schröder unterstützte mit 13 begeisterten Jungzüchtern und 6 nicht weniger begeisterten jung gebliebenen Altzüchtern das Landesjugendtreffen in Laubuseschbach. 350 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erlebten aufregende Tage mit Nachtwanderung und Lagerfeuerromantik, Besichtigung der Kelterei Heil, Laubuseschbach, des landwirtschaftlichen Betriebs Hölz, Weinbach u. abendlicher Disco.
Der KZV feierte am 16 / 17 November sein 40 jähriges Jubiläum mit einer Gemeinschaftsschau der alten Oberlahnvereine Wolfenhausen, Kirschhofen und Weilmünster. 304 Kaninchen in 39 Rassen wurden den Preisrichtern zur Bewertung vorgestellt. Bei der Jugend wurde Rene Heese, Wolfenhausen, mit Kleinsilber hell Blessenbacher Meister, gefolgt von Mirko Milimonka mit Englische Scheckekaninchen und Jennifer Schröder mit Alaska. Bei den Altzüchtern waren siegreich: Tanja Heese, Wolfenhausen, mit Perlfeh, gefolgt von Willi Heimann, Deutsche Widder grau und Erich Meckel mit Hasenkaninchen (beide Kirschhofen). Das beste Scheckenkaninchen stammte von Heini Schröder, Blessenbach.
Zahlreiche namhafte Ehrengäste und Vertreter der Ortsvereine erwiesen dem KZV Blessenbach die Ehre. Der hessische Finanzminister Karlheinz Weimar hob hervor, dass der Blessenbacher Kaninchenzuchtverein zu einem der erfolgreichstem im Kreis gehöre. Ungewöhnlich auch die Mitgliederzahl von über 120 bei 600 Einwohnern, - ein Aushängeschild für den Weinbacher Ortsteil. Beim Züchterabend standen Ehrungen für die noch lebenden Gründer Werner Kunkler und Edwin Flohr, sowie die im Gründungsjahr eingetretenen Herrn Gerhard Stotz, Dr. Karl Schmidt und Otto Krämer auf dem Programm. Des weiteren wurden für 25 jährige Mitgliedschaft Heinrich Wanka und Werner Hofmann geehrt.
2003 (JHV) übergab Heinrich Wanka, aus gesundheitlichen Gründen, die Führung des Vereins in jüngere Hände. Neuer 1. Vorsitzender wurde der bisherige Jugendwart Armin Schröder.
2003 Bei der Bundeskaninchenschau in Stuttgart errangen die Roten Neuseeländer von Michael Klement 383,5 Punkte. Die Riesen grau von Markus Klement erhielten 381,0 Punkte. Die erzielte Punktzahl bei einer so großen Schau stellt alleine schon eine Auszeichnung dar.
2004 (JHV) beendete auch der Vereinsgründer und Ehrenvorsitzende Werner Kunkler seine Vorstandsarbeit. Werner Kunkler gehörte 42 Jahre dem Vorstand an - 24 Jahre als 1. Vorsitzender und 18 Jahre als Kassierer.
Mit dem Rückzug von Werner Kunkler und Heinrich Wanka vollzog sich in der Vereinsführung ein Generationswechsel.
Mai 2005 Bestimmungen des ZDK (verbesserter Tierschutz) zwangen den Verein zur Neuanschaffung von größeren Ausstellungskäfigen. Dank Spenden in Höhe von 2400,-€. werden 35 Käfige u. Böden gekauft. Der KZV -Blessenbach ist damit für die Zukunft gerüstet.
November 2005
Ehrenvorsitzender Werner Kunkler erhielt durch die Hand von Bürgermeister T. Sprenger den
Ehrenbrief des Landes Hessen.
Während seiner langjährigen ehrenamtlichen Tätigkeit hat sich Zfrd. Kunkler sehr um das Wohl der örtlichen Gemeinschaft verdient gemacht. Hierfür, so der Bürgermeister, gebühre dem ”HASENVATER “ Dank und Anerkennung.
2006 Bei der Jahreshauptversammlung am 14. Januar stimmten die Mitglieder über die Neufassung der Vereinssatzung ab. Sie trat in Kraft am 15. Januar 2006.
2010 Der Landesverband HN fragt den Blessenbacher Kaninchenzuchtverein um Unterstützung für das Landesjugendzeltlager in Laubuseschbach. Der Arbeitsplan von Anni Schuster sieht wie folgt aus: Armin Schröder mit 30 Helferinnen und Helfern, verlässlich und erfahren in der Organisation und Durchführung großer Veranstaltungen, werden an 4 Tagen von morgens 6:00 Uhr bis nach dem Abendessen tätig sein.
200 Kinder und ihre Betreuer erlebten unbeschwerte Tage. Zufriedene Gesichter belegten einen reibungslosen Ablauf.
2010 Lokalschau am 12 November im Dorfgemeinschaftshaus. Konnte der Verein in früheren Jahren 250 Kaninchen auf seinen Lokalschauen präsentieren, über 100 Tiere bei Jungtier - u. Kreisschauen befreundeter Vereine, so kann festgehalten werden, dass die Zahl der Ausstellungstiere in den letzten Jahren nur noch ein Teil dessen darstellt, was wir gewohnt sind. Die Zahl der Züchter geht stetig zurück. Alter und Krankheit zeigen ihre Auswirkungen. Neben Züchtern aus Weinbach, Aumenau und Wirbelau zählt der Verein nur noch 4 Kaninchenzüchter / Halter aus Blessenbach. Spitzenzüchter sind verstorben oder können den Verein aus Altersgründen nicht mehr unterstützen. Jugendliche Züchter, 3 Geschwister aus Wirbelau, angeleitet vom Vater, zeigen voller Begeisterung und Stolz ihre Tiere. Was aber, wenn sie älter werden und sie andere Interessen entwickeln? Davon kann wohl jeder Kaninchenzuchtverein ein Lied singen. Sind wir noch zeitgemäß? Passen wir noch in diese moderne, digitale Welt? Wir sagen ja! Was aber müssen wir tun, um Mitmenschen zu interessieren die Zucht von Kaninchen in unseren Vereinen zu beleben und am Leben zu erhalten?
2011 stand schon ganz im Zeichen unseres 50jährigen Jubiläums. Die Planungen begannen bereits im Juni. Wir machten uns Gedanken über wie, wann und wo. Es wurde ein Festausschuss gegründet, der das große Ereignis zusammen mit dem Vorstand plante. Wir entschieden uns für das Dorfgemeinschaftshaus, da das Jubiläum in einem festlichen Rahmen stattfinden sollte. Um auch der Jugend etwas zu bieten wurde eine Disco im Sportlerheim geplant.
Doch zuvor stand die Planung der Lokalschau im Vordergrund, bei der in diesem Jahr allerdings nur 103 Tiere ausgestellt werden konnten. Unsere Jungzüchterin Beatrice Müller holte den Pokal für das beste Tier der Schau.
Dann kam 2012, das Jubiläumsjahr. Die Planungen waren in vollem Gange und der Ablauf konkretisierte sich mehr und mehr. Pfingsten begannen wir mit der Disco, die ein voller Erfolg wurde. Dann kam der große Tag, das eigentliche Fest. Unser Landrat a.D. Dr Fluck übernahm die Schirmherrschaft, was uns ganz besonders freute und betonte in seiner Rede die Verbundenheit zu unserem Verein. Neben Dr. Erhard Heinz (Ministerium f. Landwirtschaft usw.) überbrachten auch Landrat Manfred Michel, Manfred Kaiser für den Kreisverband d. Kleintierzüchter und die Nachbarvereine, Bürgermeister Thorsten Sprenger, Karl Heinz Knörr für die Ortsvereine und Knut Hofmann für die FFW-Blessenbach ihre Glückwünsche. Knut betonte, der KZV gehöre zu Blessenbach wie die Knödel und das Rotkraut zum Kaninchenbraten. Nach den vielen Glückwünschen, den Ehrungen verdienter Mitglieder und den Gesangseinlagen des Gemischten Chores Blessenbach wurde noch bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. Unser 2. Vorsitzender Andreas Stotz weiß ein Lied davon zu singen, stand er doch noch in der Halle und spülte Gläser, als Festausschuss und Vorstand früh morgens zum Aufräumen kamen. Der Höhepunkt war unser Frühschoppen mit der Blaskapelle Dicke-Backe-Attacke. Die Halle platzte aus allen Nähten und die Jungs sorgten mit ihrer Musik für eine tolle Stimmung. Der Erfolg der Feierlichkeiten und das zahlreiche Lob unserer Gäste bestätigten Festausschuss und Vorstand:
Ihr habt es gut gemacht.
November 2012 unser Gründer und langjähriger Vorsitzender, Kassierer und Ehrenvorsitzender Werner Kunkler verstarb nach langer Krankheit.
Januar 2013 das Neue Jahr beginnt mit einem großen Einschnitt in unser Vereinsleben. Das bis 2012 jährlich stattfindende Schlachtessen wurde nun endgültig gekänzelt.
2014 fand eine gemeinsame Lokalschau mit dem KtZV H360 Wolfenhausen statt, die auch in 2015 wieder geplant ist. Voraussetzung dafür ist eine moderate Hallenmiete seitens der Gemeinde und ausreichend Helfer, die uns unterstützen. Die Hilfe aus den eigenen Reihen ist aus den verschiedensten Gründen nicht mehr gewährleistet.
2015 Armin Schröder sagt Adieu. Nachfolger wurde Andreas Stotz, der als langjähriger “Vize” in den Startlöchern stand und das Amt von Armin übernahm.
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